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Welt In Welt

 

Intermediales Tanztheater über

 

„Die Faltung der Welt“

Nächste Aufführungen: 14. Oktober 2010 / 18 Uhr & 15. Oktober 2010 / 20 Uhr

großes Studio der  HfG - Karlsruhe, Lorenzstrasse 15, Karlsruhe


Ausgehend von der Leibniz`schen philosophischen Theorie über die "Faltung der Materie" übersetzt diese zeitgenössische intermediale Arbeit die Falte als Schichtung der medialen Bühne. „Leben“ ist die Eigenschaft, die Lebewesen von unbelebter Materie unterscheidet. Wesentliche Merkmale dafür sind Fortpflanzung, Stoffwechsel und die Bildung eines nach außen hin abgeschlossenen Körpers / Gefüges.

Seit Anbeginn des Lebens erkundet der Körper durch Elastizität und Spannung die Vielfalt symbiotischer Verhältnisse. Gelangt er zu der Erkenntnis, dass alles zusammen gehört? Der Raum / die intermediale Bühne entsteht durch die Videoprojektion auf eine dem klassischen Rundhorizont entlehnte Projektionsfläche und deren Spiegelung auf dem Tanzboden. Die Klänge / Sounds bilden einen octophonischen Klangraum (sphärisch - organisch - pulsierend), der sich mit und um den Tänzer herum bewegt, der sich ständig im Innern befindet und so zu einem untrennbaren Teil des ihn umgebenden Performance-Raums wird. Video, tänzerische Darstellung und Musik handeln als gleichberechtigte Medien, die in ihrer jeweiligen Sprache vom "Lebendigen" erzählen.

Die Aufrechterhaltung dieses Spannungsbogens unterschiedlicher Rezeptionspräferenzen des Publikums, bei gleichzeitiger inhaltlich konsistenter Aussage der einzelnen Medien ist das Ziel dieser Performance. Die Realisation des ersten Teils mit den verschiedensten Medien (Tanz-)Bewegung / Video / Sound / Motion-Tracking-Technologien), die sich in ihrer ganz eigenen Formensprache vereinen, war am 12. März 2010 im ZKM Karlsruhe zu sehen.

 

Inszenierung und Bühne: Marcela Snaselova & Yvette Pistor
Produktionassistentin: Dominique Allard
Komposition: Swallow
Tänzerin: Gabriela Lang
Video: Marcela Snaselova
Projektion & Tracking: Paul Modler
Octophonie: Frank Bierlein
Print: A. Weber / Web J. Nachtrieb

 

Gefördert durch den Landesverband Freie Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst